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Carl V. Sheridan


Die höchste militärische Auszeichnung der Nation

Die Ehrenmedaille

Die Tapfersten der Tapferen

Inhaber der Ehrenmedaille des Kongresses im II. Weltkrieg
Obergefreiter Carl V. Sheridan, US-Armee, 47. Infantrie

BELOBIGUNG:

Rang und Dienststelle: Obergefreiter, US-Armee, K Kompanie, 47. Infantrie, 9. Infantrie-Division. Ort und Datum: Burg Frenzenberg, Weisweiler, Deutschland, 26. November 1944.

Diensteintritt in: Baltimore, Maryland. Geboren: Baltimore, MD. G.O. Nr.: 43, 30. Mai 1945. Belobigung: Die K Kompanie, die am 26. November 1944 dem 2. Bataillon der 47. Infantrie für den Angriff auf Burg Frenzenberg in der Nähe von Weisweiler zugeteilt worden war, hatte nach einem Vorstoß von 1.000 Yards (= 914 m) unter vernichtendem Sperrfeuer feindlicher Artillerie und Mörser zwei Gebäude im Burghof eingenommen, wonach ihr jedoch nur eine Ist-Kampfstärke von 35 Mann verblieb. Während des Vorstoßes hatte der Obergefreite Sheridan, der als Panzerfaustschütze fungierte, die Einstellung des feindlichen Feuers ertrotzt und sich die zusätzlichen Hohlladungsgeschosse*) besorgt, die sein verwundeter Munitionsträger transportiert hatte. Als er sich seiner Kompanie in den eroberten Gebäuden anschloss, fand er sie in wütendem Kampf mit etwa 70 feindlichen Fallschirmjägern, die das Torhaus der Burg besetzt hielten. Dies war ein massiv gebautes Gebäude aus Stein, das von einem tiefen, 20 Fuß (= 6,1 m) breiten Graben umgeben war. Der einzige Zugang zu dieser verbissen verteidigten Stellung war über den Hof und eine Zugbrücke, die zu einer verbarrikadierten Eichentür führte. Als dem Obergefreiten Sheridan klar wurde, dass die einzig verfügbare Waffe, die stark genug war, die dicken Eichenbohlen zu durchdringen, seine Panzerfaust war, gab er unter völliger Missachtung seiner eigenen Sicherheit den Schutz der Gebäude auf und überquerte, dem schweren und intensiven Feuer von Handfeuerwaffen und Granaten die Stirn bietend, den Hof zum Zugang der Zugbrücke, wo er direkt auf die Tür feuern konnte. Obwohl er durch das Fehlen eines Helfers behindert und ein konstantes Ziel für das feindliche Feuer war, das um ihn herum einschlug, setzte er seine schwierig zu handhabende Waffe so geschickt und effektiv ein, dass es ihm gelang, zwei gut gezielte Geschosse im Bauwerk zu platzieren. Als er bemerkte, dass die Tür nur beschädigt war, und ihm klar wurde, dass für einen erfolgreichen Angriff eine Öffnung geschaffen werden musste, lud er sein letztes Geschoss, zielte sorgfältig und sprengte ein Loch in die schweren Planken. Während er sich zu seiner Kompanie umdrehte, schrie er: „Kommt mit, jetzt machen wir sie fertig!“ Mit seiner 45er Pistole feuernd stürmte er in die klaffende Öffnung und wurde von dem vernichtenden Feuer, das ihm entgegenschlug, getötet. Der entscheidende Angriff auf die Burg Frenzenberg wurde durch die Bresche vorgetragen, die zu schlagen der Obergefreite Sheridan sein Leben gegeben hatte.

*) rocket (=Rakete), laut „Taschenbuch für Wehrausbildung“ der Bundeswehr übersetzt mit Hohlladungsgeschoss (Munition der schweren Panzerfaust mit 2 Mann Bedienung, bestehend aus dem Panzerfaustschützen, der die Waffe führt und damit schießt, und dem Ladeschützen, der die Waffe lädt und entlädt sowie die Munition trägt).

 

Carl Vernon Sheridan, geboren 5.01.1925, gestorben 26.11.1944, hatte vier Brüder (Charles, Donald, Jimmy und Ronald) sowie drei Schwestern (Erma, Norma, Carazine). Seine Eltern hießen Myrtle und Charles. Bruder Ronald lebte noch 2008 als einziges Kind der Geschwisterreihe und hat einen Sohn, Lee Sheridan. Ebenso lebte 2008 der Sohn der Schwester Norma (...Sheridan, verheiratete Merson, gestorben 2005): Carl Merson, geb. 1953. Mit den beiden Neffen Lee Sheridan und Carl Merson gelang es Amerika in Augsburg e.V., in 2008 einen persönlichen Schriftkontakt in Pennsylvania herzustellen.

 

Das Grab von Carl V. Sheridan in Druid Ridge Cemetery, Pikesville, Baltimore County, Maryland (Foto: Don Morfe).

 

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